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Erstes DGNB-Gold-Quartier in Hessen

Enthüllten die Stele mit der DGNB-Plakette (v.l.n.r.): Wirtschaftsstaatssekretär Jens Deutschendorf, Dr. Christine Lemaitre (Geschäftsführender Vorstand DGNB), Monika Fontaine-Kretschmer (Geschäftsführerin der Nassauischen Heimstätte) und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. Foto: UGNHW / Marc Strohfeldt.

Die Frankfurter Adolf-Miersch-Siedlung wurde als erstes Quartier in Hessen mit dem Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen ausgezeichnet.

Von der Nachkriegssiedlung zum klimafreundlichen Vorreiterprojekt: Seit 2015 hat die Nassauische Heimstätte in der Adolf-Miersch-Siedlung in Frankfurt-Niederrad 180 Wohneinheiten modernisiert und umgebaut. Dafür gab es im Frühjahr 2019 die Gold-Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Zum ersten Mal wurde in Hessen ein ganzes Quartier mit dem Goldzertifikat prämiert – und das, obwohl es sich bei der Adolf-Miersch-Siedlung um ein Bestandsprojekt aus den fünfziger Jahren handelt. Zur offiziellen Übergabe der Zertifikats-Plakette kamen am 15. Oktober 2019 Gäste aus der Stadt- und Landespolitik ins Quartier, darunter Oberbürgermeister Peter Feldmann und Hessens Wirtschaftsstaatsekretär Jens Deutschendorf. Und natürlich auch die Mieterinnen und Mieter der Siedlung: Die leben heute in modernen und energieeffizienten Gebäuden und einem ansprechenden Wohnumfeld. Insgesamt hat die Nassauische Heimstätte dafür 26 Millionen Euro investiert. 25 Wohnungen wurden als Kopfbauten im Passivhaus-Standard im Neubau ergänzt.

Bei der Umgestaltung der Adolf-Miersch-Siedlung ging es jedoch nicht nur um eine energieeffiziente Bauweise. Auch die Qualität des öffentlichen Raums, das ausgewogene Verhältnis von freien und versiegelten Flächen sowie die Vielfalt der sozialen Aspekte im Viertel wurden berücksichtigt. So wurde beispielsweise das Urban-Gardening-Projekt „Essbare Siedlung“ umgesetzt und Kräutergärten, Beete und Sträucher für die Mieter angelegt. Im Projekt „Cubity“ testen zwölf Studierende innovative, energieeffiziente Wohnkonzepte. Dazu wurde eine 250 Quadratmeter große Halle, konzipiert von der TU Darmstadt, aus nachwachsenden Rohstoffen und mit einer Polycarbonat-Fassade aufgebaut. Nach dem Haus-im-Haus-Prinzip sind darin sechs zweigeschossige Wohn-Module angeordnet. In der Siedlung wurden es auch Alltagshilfen für ältere Bewohnerinnen und Bewohner und günstige Carsharing-Angebote eingeführt. Als sichtbares Zeichen gegen Rassismus und für Integration ist ein riesiges Wandbild des ehemaligen Eintracht Frankfurt-Spielers Anthony Yeboah an einer Hausfassade weithin sichtbar.

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Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / WohnstadtInformationen über die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / Wohnstadtwww.naheimst.de