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Gute Ideen sind gefragt: Die Bürgerbeteiligung Soziale Stadt Nied startet in die zweite Phase

Im Zuge des Entwicklungsprozesses „Soziale Stadt Nied“ arbeitet das vom Stadtplanungsamt Frankfurt beauftragte Team für Integrierte Stadtentwicklung von der ProjektStadt seit März 2019 an der Erstellung eines „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ (ISEK). In der ersten Phase der Bürgerbeteiligung ging es darum, die Stärken und Schwächen des Stadtteils zu analysieren. Dafür wurden Bestandsaufnahmen durchgeführt, Unterlagen ausgewertet, vor allem aber zahlreiche Bürgerinnen und Bürgern befragt – mit Infoständen, Bewohnertreffen, Stadtteilrundgängen, Postkarten- und Onlineabfragen.
Mike Josef: „ Es war richtig, Nied in das Programm Soziale Stadt aufzunehmen. Damit ermöglichen wir die Finanzierung von wichtigen Stadtteilprojekten im Frankfurter Westen, wie zum Beispiel die Aufwertung des historischen Ortskerns, die Neugestaltung von öffentlichem Raum und Grünflächen oder auch die Verbesserung des Wohnumfelds. Die Bürgerinnen und Bürger identifizieren sich mit ihrem Stadtteil, das zeigen die über 2.500 Hinweise und Kommentare. Diese Hinweise aus dem Stadtteil werden nun ausgewertet. Bei den nächsten Veranstaltungen geht es uns darum, mit den Bürgerinnen und Bürgern konkrete Ziele und Projekte zu entwickeln. Denn das Fördergeld soll für die Umsetzung guter Ideen eingesetzt werden.“
Die Analysephase ist nun weitgehend abgeschlossen und der Prozess geht in die Phase der Leitbild- und Zielfindung sowie der Entwicklung von zentralen Maßnahmen und Projekten.
Auch die Phase der Leitbild- und Zielfindung startet mit einem intensiven Dialog mit den Menschen vor Ort: Die Stadt Frankfurt am Main, das Quartiersmanagement und die ProjektStadt laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, an den zwei geplanten Stadtteilwerkstätten teilzunehmen.
Die erste Stadtteilwerkstatt findet am einem Samstag, 17. August 2019 von 15 Uhr bis 18 Uhr in der großen Sporthalle der SG 1877 Frankfurt-Nied, Oeserstraße 74 statt. Einlass ist ab 14:30 Uhr. Die Stadt und das Team der ProjektStadt hoffen, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Chance nutzen, die Entwicklung ihres Gebiets mitzugestalten. Projektleiter Jan Thielmann von der ProjektStadt: „Der Fokus bei der ersten Stadtteilwerkstatt liegt auf der gemeinsamen Entwicklung eines städtebaulichen Leitbildes und zentraler Ziele für Nied in den nächsten zehn Jahren. Die Menschen können an mehreren Thementischen spannende Gespräche über den Stadtteil führen.“
Darauf aufbauend werden dann in einer zweiten Werkstatt am 21. September die wichtigsten Projekte für die Entwicklung Nieds konkretisiert und Prioritäten abgefragt. Für das Wohlbefinden der Besucherinnen und Besucher mit Erfrischungsgetränken und kleinen Snacks wird jeweils gesorgt und auch ein barrierefreier Zugang zur Halle ist gegeben.
In den Diskussionen ist dabei ein Perspektivenwechsel wichtig, so Timo Szuczynski, Programmverantwortlicher beim Stadtplanungsamt Frankfurt am Main zur Herangehensweise. Ging es bei den bisherigen Aktivitäten in der ersten Jahreshälfte vor allem um das Aufzeigen von Problemen und Handlungsfeldern, so soll nun gemeinsam an möglichen und vor allem zukunftsweisenden Problemlösungen gearbeitet werden. Marion Schmitz-Stadtfeld, Leiterin der Integrierten Stadtentwicklung (ProjektStadt) ergänzt: „Wir wollen und werden mit den beteiligten Bürgern Teil eines Umbaus des Stadtteils sein. Bund, Land und Stadt stellen umfangreiche Investitionsmittel für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung, die den Stadtteil vor allem für die Menschen im Stadtteil attraktiver machen werden.“

Hintergrundinformationen

In Nied sollen durch das Städtebauprogramm Soziale Stadt mit sozialen und städtebaulichen Projekten die Wohn- und Lebensverhältnisse verbessert werden. Gefördert wird dieses Ziel durch Bundes- und Landesmittel sowie durch Mittel der Stadt Frankfurt. Eine notwendige Grundlage stellt die Erarbeitung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für Nied dar. Damit dabei die Beteiligung und Einbindung der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort sichergestellt ist, hat die Stadt Frankfurt am Main als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für den weiteren Prozess den Caritasverband Frankfurt e.V. mit dem Quartiersmanagement und die ProjektStadt mit der Projektsteuerung sowie der Erarbeitung des ISEK beauftragt. Das Kernteam setzt sich zusammen aus der Quartiersmanagerin vor Ort Marja Glage (Caritasverband) und den beiden Stadtentwicklern Jan Thielmann und Frederik Daub (ProjektStadt).

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit 95 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 730 Mitarbeiter. Mit rund 58.000 Mietwohnungen in 128 Städten und Gemeinden gehört sie zu den zehn führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Unter der Marke „ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadtentwicklungsaufgaben durchzuführen. Bis 2023 sind Investitionen von rund 1,9 Milliarden Euro in Neubau von Wohnungen und den Bestand geplant. 4.900 zusätzliche Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen.

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